Schaerfentiefe Beispiel-Vergleich

Fotografie digital (Kurs)
Schärfentiefe, Blende & Zeit

Schärfentiefe wird in der Fotografie erreicht durch die Einstellung am Objektiv mittels Verändern der Blende im Bereich zwischen kleinster und größter Öffnung (Ab-/Aufblenden).
Wesentlichen Einfluss auf die Schärfentiefe hat vor allem die Entfernung zum Motiv, welches scharf abgelichtet werden soll.
Und das ist genau der Punkt, an dem die Schärfentiefe ins Spiel kommt:
Von wo bis wohin reicht die Schärfentiefe? Zentimeter / Meter?!

Folglich definiert Schärfentiefe sich durch den Entfernungsbereich, von/bis detailgenau (scharf) fotografiert wird / werden kann.

Um ein Objekt genügend scharf – falls beabsichtigt -, also mit Schärfentiefe ablichten zu können (Verwackler natürlich ausgeschlossen 😉 ), müssen einige Faktoren berücksichtigt werden, die sich sehr unterschiedlich im Ergebnis der Aufnahme auswirken können.


Schärfentiefe am Beispiel von Modellen (Schiffe »Star Trek«):

… realisierbar mittels Zeitautomatik (manuelle Blende):
unscharf Schaerfentiefe Beispiel-Vergleich
unscharf: Schärfentiefe Beispiel-Vergleich





links: Bei voll geöffneter Blende (hier Blende 4.0) ist nur wenig Spielraum fürs Scharfstellen gegeben. Bei Tele- und Nah-Aufnahmen kann der Schärfebereich nur wenige Zentimeter betragen.
Solch verwaschen anmutendes Umfeld fördert besonders bei Portrait-Aufnahmen Plastizität …








rechts: Voll abgeblendet (hier Blende 22) ergibt weit reichenden Schärfebereich von vorne bis hinten durchgehend. Ist tiefgehende Schärfe erforderlich, hilft oft das Hochfahren der ISO-Empfindlichkeit; Bildgröße Large puffert dann in Normalformaten etwas gröbere Bildstrukturen wieder ab.
Blende 11 bis 22 besonders empfehlenswert für Detailschärfe und/oder bei hellem Licht (in der Sonne) sowie bei Naturaufnahmen u.ä. …
scharf Schaerfentiefe Beispiel-Vergleich
scharf: Schärfentiefe Beispiel-Vergleich

Bei Nahaufnahmen (nicht zwingend gleich Makrofotografie, also z.B. per Normalobjektiv ganz nah rangehen) kann mehr oder weniger Schärfentiefe sehr effektiv eingesetzt werden je nach gewünscht zu erzielendem Effekt.

In der Makrofotografie (speziell mit Makroobjektiv und einem Abbildungsmaßstab um 1:1) lässt sich Schärfentiefe zudem nochmals effektiver umsetzen, weil im extremen Nahbereich die Schärfentiefe manchmal nicht mal Zentimeter beträgt, sondern gar nur Millimeter auch bei vollem Abblenden. Da spielt dann die Verschlusszeit zunehmend eine bedeutende Rolle, falls kein sog. Lebendobjekt wie beispielsweise Insekten-Facettenauge.

  • hohe Tiefe – beeindruckende Details …
  • gering – mehr Imposanz …
  • Ansichtssache 😉 im Auge des Betrachters 🙂

… ein Stativ ist fast immer notwendig!

Wechselnde (Test-)Kombinationen lange/kurze Verschlusszeit(en) \ Zeit-/Blenden-Automatik \ ISO-Einstellungen \ Entfernung(en) zum Objekt \ Brennweite u.a.m. lassen anfangs nur mit Serien-Aufnahmen ein Gespür für die Aufnahme-Situation wachsen …

Behalten Sie Geduld!

Empfehlung: Sie sollten immer Serien auslösen! Auch kleinste Detail-Unterschiede können das eine Foto hervorbringen …!

Beispiel: https://stock.adobe.com/de/contributor/208353988/axel-culmsee?asset_id=239830943
Blow Fly by Axel Culmsee available via Adobe Stock… und dieses Foto in einer kleinen webLog-Demo-Collage: http://culmsee.com/wordpress-weblog/2018/12/blowfly/

Details digital: F 7.1 | 1/800 sec. | 105 mm | -1.3 | Zeitautomatik | ISO-160

weitere Fotos bei Adobe Stock

https://stock.adobe.com/de/contributor/208353988/axel-culmsee
https://stock.adobe.com/de/contributor/205585396/axel-culmsee

© Photographies Copyright by Axel Culmsee
Courtesy of www.culmsee.com/fotos/


Schärfentiefe = field depth
in Abhängigkeit von der Blende, demzufolge Verschlusszeit (depending on aperture, thus shutter speed)


Die Umschreibung, die der Duden vorlegt (nachfolgend), …

„Schärfentiefe, die (Fot.): (bei der Einstellung des Objektivs) durch eine kleinste u. eine größte Entfernung begrenzter Bereich, innerhalb dessen die vorhandenen Objekte ausreichend scharf abgebildet werden.“

Duden – Deutsches Universalwörterbuch (2006)

„Tiefenschärfe“ hingegen ist auch geläufiger und bekannter Begriff, aber nur als umgangssprachlich anzusehen.


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