Aus dem Leben oder Über das Leben I

Aus dem Leben oder Über das Leben 1

Aus dem Leben
oder
Über das Leben ?

          I

     Warum nicht ?

„Kann ich’s mir überhaupt anmaßen
– vielleicht – wohl doch – gewissermaßen –
so jung schon zu philosophieren,
obwohl – werd‘ wohl nie referieren,
über das Leben und auch die Zeit,
die gnadenlos dahineilende ?
Nun, noch habe ich viel von der Zeit
und bin einer der Verweilenden.
Nun, ich maße es mir einfach an.
Ja, das wird so manch einer sagen.
Ganz bestimmt werd‘ ich nicht verzagen.
Man wird sich schnell gewöhnen daran.
Und viele mehr werden es denken.
Man nimmt es hin – ohne Bedenken.
Viele – das bleiben die anderen,
nicht ernsthaft nachdenken Wollende,
die reden von uns paar Anderen
als – na ja – Anders-sein-Wollende.
Ach, wie gut, daß es euch Viele gibt.
Was wäre das Leben ohne euch ?
Bestimmt wär‘ es schon längst umgekippt.
Kann man existieren ohne euch ?
Mit Sicherheit ein ganz anderes
und viel weniger brisanteres
uns so gleichwohl auch friedlicheres,
akzeptiert wird auch niedlicheres
Leben – dann würde Leben werden,
denn wer nachdenkt, wird friedlich werden.
Und Voraussetzung bleibt der Frieden
für besseres Leben auf Erden,
– wenn wir ihn doch nur nicht vermieden –
falls wir das noch erleben werden,
damit es nicht bald zu spät sein wird
für ein Über- und Weiterleben,
wenn es doch so weitergehen wird.
Auf, auf ! Die Natur neu beleben !
Dennoch: In menschlich ferner Zukunft
wird kommen eine Zeit mit Vernunft,
in der dann ist evolutioniert
ein Wesen, das revolutioniert
wirklich alles Tun und auch das Sein;
Entwickelt wird ein neues Dasein.
Doch jenseits uns’rer Vorstellungskraft
wird für uns dieses immer bleiben,
auch wenn man sich noch so sehr aufrafft;
Man kann doch auch dabei verbleiben.
Genauso wie schon vieles heute
vollkommen unverständlich erscheint.
Was auch immer es nur bedeute,
man es zu ergründen müssen meint.
Unser wiederholendes Warum
kann niemals beantwortet werden;
Manchmal steht als Antwort ein Darum,
das am wenigsten macht Beschwerden.
Und wenn im Warum-Alter ein Kind
scheinbar unbedacht immerfort fragt,
unendlich viele Fragen ersinnt,
man bemüht sich und alles ihm sagt,
und doch nie alles erklärt bekommt,
man sich häufig nicht nur dumm vorkommt,
weil nicht endgültig erklärbar ist.
Dies und vieles mehr man leicht vergißt.
In jeder Antwort auf ein Warum
ist enthalten ein neues Warum.“

Eesmlucenius, March 1985

 

 

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